Rückblick

Jahresrückblick 2017

Dezember 31, 2017

Hätte ich keinen Blog, würde ich vermutlich trotzdem jedes Jahr einen Jahresrückblick schreiben. Es gibt nichts Schöneres, als wehmütig und lächelnd zugleich zurückzublicken, auf ein Jahr voller Höhepunkte, Tiefschläge und so viel Neuem. 2017 war ein Jahr in dem Vieles für mich nicht einfach war, ich musste kämpfen, für das was ich bin und wofür ich einstehe. Ich bin gewachsen, an meinen Aufgaben und meinem Verhältnis zu mir selbst. Diesen riesigen Schritt verdanke ich allen Menschen die mich dieses Jahr begleitet haben und allen Erlebnissen die ich mit diesen Menschen teilen konnte. Aber dazu gibt es jetzt etwas mehr Details, sortiert nach Monaten, zusammengefasst das Wichtigste was mir in Erinnerung geblieben ist.

Januar

Mein Jahr 2017 begann auf einer kleinen Feier mit ein paar lieben Freundinnen, davor waren wir beim Pizza Essen. Es war ein schöner Abend, aber er hatte dieses typische Silvester Phänomen, dass man sich Silvester als rauschende Party und unvergesslichen Abend vorstellt, während die Realität doch irgendwie anders aussieht. Versteht mich nicht falsch, ich mag Silvester, aber irgendwie ist es doch jedes Jahr ein Abend wie jeder andere auch, im Kreise seiner Liebsten. Trotzdem war meine Vorfreude auf dieses Jahr geweckt und ich hatte bereits in der zweiten Woche des Jahres das Glück, meinen jetzigen Freund kennenzulernen. Ich hätte mir nie ausmalen können wie aufregend das Jahr wird und doch begann mein Highlight des Jahres mit dieser Begegnung. Im Januar war ich auf Fasnetspartys, genoss die Zeit mit meinen Freundinnen und auch die Zeit für mich selbst.

Februar

Eines meiner Highlights dieses Jahr war definitiv das KIZ Konzert, dass ich mit einer Freundin besuchen konnte. Die unglaubliche Stimmung hat mich vollkommen umgehauen und ich denke immer noch so gerne daran zurück.

Im Februar wurde eine meiner Freundinnen 16, wir feierten ein tolles Fest und ich war selten so glücklich Teil von so etwas zu sein. Ich hatte außerdem die Möglichkeit mal wieder etwas kreativ zu sein. Unten seht ihr einmal eine Leinwand die ich in der Schule gemacht habe, Aufgabe war hierbei mich selbst und meine Persönlichkeit auszudrücken, und ein Geschenk für meinen Freund zu seinem Geburtstag, mit selbstgemachten Polaroids und Zitaten aus seinen Lieblingssongs.

Außerdem war ich im Februar einen Tag Skifahren in den Bergen (Ich verbrachte 80% der Zeit auf der Hütte beim Kaiserschmarren essen, aber das ist nebensächlich…) und ein paar Tage in Muralto in der italienischen Schweiz, einem Ort an den ich immer wieder gerne zurückkehre. Übrigens war Februar auch der Monat in dem aus meiner Bekanntschaft mit J ein Mensch wurde, den ich mir niemals wieder aus meinem Leben wegdenken könnte, auch wenn es mir erst vorkommt wie gestern, als wir uns kennengelernt haben.

 

März

März war ein aufregender Monat. Für eine Projektarbeit für den Musikunterricht drehte ich mit meinen Freundinnen einen Film, schlüpfte in andere Rollen und wir hatten einen Tag voller Spaß. Dass wir für dieses Projekt dann auch noch gut benotet wurden, machte es nur noch besser.

Meine allerliebste Lotte kam mich auch im März für ein Wochenende besuchen. Ich kann es nicht fassen wie man sich nach über zwei Jahren und nicht mal ein bis zwei Mal Sehen im Jahr trotzdem so nahe stehen kann. Lotte, dir gehört mein Herz.

Dann ging es für mich eine Woche nach Slowenien, um eine weitere, liebgewonnene Person wiederzusehen. Blazka wurde mir bereits im Oktober 2016 eine richtig gute Freundin, so fühlte es sich auch beim Rückaustausch an, als würde ich nach Hause kommen. Sie und ihre Familie haben mir den Aufenthalt denkbar schön gemacht und ich muss lächeln wenn ich an die Zeit dort zurückdenke. Blazka und ich schreiben uns Briefe und ich bin so unglaublich froh jemanden so herzensguten wie sie und ihre Familie kennengelernt zu haben. Slowenien ist ein so unterschätztes Land, wir sahen atemberaubende Höhlen, Skisprungschanzen in schwindelerrgender Höhe und türkisblaues Meer. Ich kenne kein Land, dass so winzig ist und dennoch eine solche Vielfalt beherbergt, mit extrem gastfreundlichen Menschen vor Ort.

Doch ein Tiefschlag erwischte mich ebenfalls im März. Mein Blog wurde gehackt, alle Beiträge gelöscht, ohne dass ich sie wiederherstellen kann. Ich habe gemerkt wie unglaublich bedeutsam diese Beiträge für mich sind, welche Hilflosigkeit mich erfasste und dass ich unbedingt besser auf meine Sicherheit achten muss.

 

 

 

April

Im April kehrte bei uns der Sommer zum ersten Mal ein, zumindest nahmen wir 20 Grad als Anlass Pizza im Holzofen einer Freundin zu backen und in der Sonne zu essen. Wir trugen Sommerkleider und ich kann mich noch erinnern wie schön dieser Tag war.

Im Allgäu nur ein paar Wochen später besuchte uns nochmal der Schnee, und ich muss sagen, darüber war ich nicht unglücklich. Die Tage im Allgäu erden mich immer und das fröhliche Nichtstun kam mir zu dieser Zeit besonders gerufen. Die Zeit nutzte ich auch um meine GFS zu schreiben und mein diesjähriges Thema war Kurt Cobain und Nirvana. Wer mich etwas besser kennt weiß, dass ich die Musik selbst gerne höre und Kurt für mich immer eine besonders mystische Person darstellte, weswegen ich mich mit diesem Thema auch intensiv auseinander gesetzt habe und auch viel Spaß bei der Sache hatte.

Ende April wartete ein ganz besonderes Erlebnis auf mich: Mein einwöchiges BOGY Praktikum in Ravensburg. Eine Woche war ich dort auf mich allein gestellt, wohnte in einer kleinen Pension und besuchte tagsüber meine Praktikumsstelle an der Dualen Hochschule in Ravensburg. Dort schnupperte ich in Abteilungen wie Öffentlichkeitsarbeit und Social Media rein und konnte die Vielfalt eines solchen Berufs erleben. Ich kann nur nochmal einen Dank an meine betreuende Praktikumsleiterin Frau Brüning aussprechen, die für alles ein offenes Ohr hatte und mir eine interessante Woche vollgepackt mit jeder Menge neuen Erfahrungen ermöglicht hat! Auch an eine Begegnung im Plattenladen „Artbox Ravensburg“ erinnere ich mich gerne, bei der ich mich mit dem Besitzer über meiner Arbeit, Nirvana und Kurt unterhalten konnte, ein Gespräch aus dem ich mit neuen Impulsen und Ideen hinausgegangen bin.

 

 

Mai

Das Maiwochenende verbrachte ich bei Lotte in Hessen, um ihren Geburtstag nachzufeiern. Es war so schön alle Leute von damals wiederzusehen und auch vor allem Lotte, also ein rundum gelungenes Wochenende.

Das Wochenende danach stand die Konfirmation meiner kleinen Schwester an, welche von meiner Mama super organisiert wurde und ein unglaublich schönes Fest war.

Juni

Anfang Juni ging es für meine Familie und mich nach Barcelona, eine Stadt an die ich mich immer noch gerne zurück erinnere, da ich alles von dort in mich aufsog. Ich liebe die Bilder von dort und kann mich noch erinnern wie sehr ich die Sonne dort genoss. Ich konnte mir nicht vorstellen dass meine Mama mit ihrer Schwärmerei von der Stadt Recht hatte, doch sie übertrieb ganz und gar nicht. Barcelona ist definitiv wieder einen Besuch wert.

J war währenddessen in Wiesbaden bei seinem heißbegehrten Praktikum und ich besuchte ihn für ein Wochenende dort. 6 Stunden Zugreise bei tropischen Temperaturen und einer Reihe an Zugverspätungen oder Ausfällen waren zwar eher weniger  angenehm, aber ich freute mich sehr in zu sehen. Unser Hotel hatte einen unglaublich tollen Vintage Charme und obwohl es nur ein Wochenende war, fühlte sich etwas wie unser erster gemeinsamer Urlaub an.

Juli

Mighty Oaks – J’s und mein erstes Konzert. Konzerte im Ulmer Zelt sind immer etwas ganz besonderes, aber Mighty Oaks live zu sehen machte es noch so viel besser. Da konnte auch die brütende Hitze nichts dagegen ausrichten.

Ein Spatz namens Socki (inspiriert aus seinem vorrübergehenden Zuhause, einer Socke), war ein Übernachtungsgast bei uns, bis ihn meine Oma und mein Opa extra nach München in eine spezielle Vogelklinik brachten. Ja, ich habe eine Schwäche für Tierbabys, besonders wenn sie quicken und süß aussehen.

Das nächste Highlight war eine Hochzeit von J’s Freunden, in einem kleinen Landgut mit toller Dekoration. Der Abend war unglaublich schön, das sagen auch die tausend Selfies auf meinem Handy.

Ende Juli ging es für J, meine Familie, eine Freundin meiner Schwester und mich auf in den Urlaub. Auf einen Zwischenstopp in Muralto folgte ein Aufenthalt in Südfrankreich, der nicht schöner hätte sein können. Alle meine Lieben an einem Ort, ohne jemanden vermissen zu müssen, war unglaublich toll.

August

Meine alljährliche Augustbeschäftigung war wieder das Waldheim. Ich glaube man kann das als Außenstehender dieses Gefühl gar nicht verstehen oder nachvollziehen, für diese zwei Wochen eine so wichtige Rolle im Leben der Kinder zu spielen. Diese Kinder kennen meinen Namen, umarmen mich auf offener Straße wenn sie mich sehen und erfüllen mein Herz jedes Mal voller Wärme, egal wie anstrengend oder nervenaufreibend sie auch sein mögen, ich glaube das ist wahre Wertschätzung was einem diese Kinder entgegenbringen.

6 Monate. Im August lud ich J auf die Peter Lindbergh Ausstellung in München ein und wir verbrachten danach noch ein Wochenende in Lindau. Dieses Wochenende war das letzte wirkliche Sommerwochenende und ich erinnere mich noch an die Kühle des Bodensees, das Grün der Weinberge und unser Bierpong Duell auf offener Straße. Dieses Sommergefühl behalte ich hoffentlich noch ganz lange in mir.

September

Im September war bei mir nicht viel los, ich bereitete mich auf die Schule vor, fand mich in der Oberstufe zurecht und verbrachte ein sturmfreies Herbstwochenende mit J.

Oktober

Im Oktober war ich das erste Mal mit meinen Freundinnen auf dem Wasen. Einerseits war es wirklich ein gelungener, ausgelassener Tag, andererseits war da immer dieser fahle Beigeschmack, wenn mich jemand anders anschaute als normal und ich mich irgendwie nie ganz sicher fühlte.

Ein Besuch im Planetarium war mein kleines, persönliches Highlight im Oktober, ihr wisst ja: Himmelsmädchen und so.

Eine zweite Hochzeit für dieses Jahr war in Augsburg, ganz familiär und klein und doch ein tolles Fest. Hochzeiten sind einfach was Schönes, ein Fest voller Liebe und Freude.

November

Im November statteten wir dem Allgäu einen erneuten Besuch ab und dieses begrüßte uns mit einer Menge Schnee. Das machte alles so schön heimelig, dass ich gar nicht mehr wegwollte.

J’s und mein zweites Konzert war eher für mich als für ihn: Casper. Ich glaube es ist 1 1/2 Jahre her, dass ich die Karten gekauft habe, das Konzert und das Albumrelease wurde verschoben und wieder verschoben, doch im November war es dann soweit. Auch ohne ein Hardcore Fangirl zu sein, war das Konzert eines der Besten das ich je besucht habe und die Lieder die ich bereits seit 4 Jahren höre, live zu sehen, war ein unglaubliches Erlebnis.

Am Studientag ging es für mich an die Universität nach Tübingen und nach diesem Besuch kann ich mir tatsächlich vorstellen dort einmal zu studieren. Allein die Stadt hat es mir mehr als angetan und ebenso die Studiengänge wie „Allgemeine Rhetorik“ (ganz zu Schweigen davon, dass es nur 1 1/2 Stunden von uns daheim weg ist und meine Mama das am Besten finden würde).

Dezember

Dezember – der Monat der Prüfungen. Sowohl schulische, aber auch für meinen Führerschein. Erst meine theoretische, dann zwei Wochen später meine praktische Prüfung. Letztere war eher ein weniger schönes Erlebnis, wegen ziemlich unfreundlichem und kaltschnäuzigem Prüfer, der mich wegen „Langsamfahren“ zur Schnecke machte, mir dann aber doch gütigerweise den Führerschein überreichte. Blöde Begegnung mit gutem Ausgang: Ab Ende des Jahres mache ich die Straßen unsicher.

Vor Weihnachten verbrachten J und ich noch ein Wochenende in Kempten und ich war im Himmel mit dem vielen Schnee!

Während ich jetzt diese Zeilen schreibe, sitze ich bei 33 Grad auf den Malediven in der Sonne. Das ist das erste Jahr in dem wir Weihnachten nicht zuhause gefeiert haben, genauso wie meinen Geburtstag und heute Abend Silvester. Es war ein wirklich komisches Gefühl, aber wir haben Weihnachten eine Woche früher gefeiert, und es hat sich so weihnachtlich angefühlt als hätten wir den 24. Dezember gehabt. Es kommt eben nur auf die Menschen an, die einen umgeben, und nicht auf irgendein Datum.

Mit den letzten paar Tagen aus 2017 kam auch mein 17. Geburtstag. Ich kann es immer noch nicht glauben dass es nur noch ein Jahr bis zu meinem 18. Geburtstag ist, weil ich mich noch  sehr weit vom Erwachsensein entfernt fühle. Aber ich glaube, das wird sich nächstes Jahr entwickeln.

Ich habe gefühlt schon ewig keine Playlist mehr hier geteilt, deswegen gibt es heute die von Spotify generierte Playlist, als meinen musikalischen Rückblick. Bei ein paar Songs frage ich mich, ob ich die jemals in meinem Leben gehört habe, aber der Großteil passt ganz gut.

Das war’s von mir in diesem Jahr. Wer auch öfter ein paar Worte und Bilder von mir lesen und sehen möchte, kann mir gerne auf instagram folgen. Ich weiß dass mir das Schreiben unendlich gut tut und ich glaube ich muss manchmal mehr Zeit dafür freischaufeln auch wenn dann andere Dinge darunter leiden. Ich hoffe ihr könnt mit 2017 gut abschließen und noch besser ins Jahr 2018 starten.

Jana

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