Lyrisches | Reisen

summer poetry and random talk

Juni 23, 2017

Mir fehlt das Schreiben hier ein Wenig, auch wenn ich natürlich nie überhaupt nicht schreibe. Nur eben nicht öffentlich. Vielleicht weil ich grade versuche meinen Platz neu zu finden, irgendwie alle Aufgaben zu erledigen und Erwartungen gerecht zu werden. Mein Tag bräuchte grade 30 Stunden und wahrscheinlich nicht mal dann könnte ich alles machen was ich mir vornehme. Wer mich auf Instagram verfolgt, hat vielleicht mitbekommen dass ich in den Ferien einige Tage in Barcelona war, und von dort sind auch die Bilder die ihr hier seht.

Ich habe mich unglaublich gefreut mal wieder fliegen zu können, während die restliche Familie zitternd neben mir im Flieger saß… Auch wenn ich lange keinen Blogpost mehr geschrieben habe, habe ich trotzdem ein paar Gedichte verfasst, unteranderem auch mein erstes in Englisch. Ich habe mich nie daran herangetraut, weil ich lange Zeit einfach nur übersetzen wollte, was natürlich mit meinem eingeschränktem Wortschatz relativ schwierig ist. Dann habe ich angefangen in Englisch zu denken und somit gleich in Englisch zu schreiben, und ich war überraschenderweise ziemlich zufrieden damit.

wenn ich die augen schließe
dein atmen neben mir
dann spür ich es
in jeder faser meines körpers
in jedem herzschlag
jedem atemzug
ich sehe dich an
und kann nichts anderes denken
nichts anderes fühlen

nachts
halbwach zwischen den laken
neben dir
seelige vollkommenheit
wenn ich dich bemerke
wie du neben mir schläfst
wie du atmest
neben mir

mit alkohol
sagst du endlich wer du bist
woran du glaubst
was du denkst
vielleicht auch nur
weil es dann dunkel ist
nur unsere stimmen in der luft
zwischen uns
nur ich
wie ich höre was du sagst
wenn es endlich über deine lippen kommt

erinnerst du dich?
du hast als erstes geweint
ich hielt dich im arm
das aufbegehren deiner lunge an meiner brust
nach luft begehren
mein flüstern an deinem ohr
weißt du
ich bin nicht gut im trösten
ich bin der realist
aber ich hielt dich im arm
wollte dir alles nehmen
was dich so traurig macht
dass es über deine wangen rollt

du wählst sie so sparsam
deine worte an mich
nicht im allgemeinen
ich meine
die worte über das was da ist
in dir
was du da fühlst
über mich
über uns
ich weiß doch
wie schwer deine lippen sind
dass sie keinen laut hervor bringen
ich weiß wie sehr du angst hast
ich weiß das

aber

wenn ich die augen schließe
dein atmen neben mir
dann spür ich es
in jeder faser meines körpers
in jedem herzschlag
jedem atemzug
ich sehe dich an
und kann nichts anderes denken
nichts anderes fühlen

ich lag so oft neben dir
wusste genau was ich da fühle
für dich
für das was wir haben
ich legte sie mir zurecht
im kopf die worte
doch da kamen nie welche
über meine lippen
kein ton hervor
weil ich so angst hab
vor deiner angst.

  • April 2017

 

ich weiß jetzt
warum ich weinen musste
als du meintest dass du angst hast
dass du irgendwann
nicht genug sein wirst
dass ich irgendwann
etwas erleben will
dass wir irgendwann
nicht mehr mehr als gewohnheit sind

ich weiß es
weil du immer genug bist
weil du
mir all das zeigst was ich erleben könnte
weil es
nichts schöneres geben kann
als dich als meine gewohnheit
zu haben

wir werden nie gewöhnlich sein
nie an den punkt kommen
an dem wir uns nichts zu sagen haben
niemals uns als selbstverständlich betrachten

weil du
alles bist
aber sicher nicht
selbstverständlich

  • Mai, 2017

 

some people
dye their hair because
they want a revolution
a change
or forgetting.
dying your hair is today
an action with a meaning
a deeper message
it’s like cutting your hair short
you don’t do that without a reason
without a painful end of a love
an end of a life part
they said
but they’re wrong
i dye my hair because of
celebrating my youth
and painful ends of loves
revolutions and changes
taking their part in my youth
but also new moments
chances and happiness
so dying or cutting my hair
is like celebrating
who i am and who i want to be

  • Juni, 2017

 

 

at night
i can’t think of something else
than your soft
words n’ lips
on my skin
sneaking slowly
from my toes
to my fingertips
the only noise
your beating heart
centimeters away
at night
when you plant your soft
words n’ lips
on my skin

  • Juni, 2017

 

Ich war auch 2 Tage in Wiesbaden, um dort J. bei seinem Praktikum zu besuchen und ich war ehrlich ein wenig überrascht. Die Häuser dort sind ein Traum und das Essen war einfach nur göttlich. Meine Anreise hat doppelt so lange gedauert wie geplant (Danke Deutsche Bahn an dieser Stelle), aber Zug fahren gefällt mir immer noch ganz gut. Zurück ging’s im Auto ohne Klimaanlage und Radio bei 30 Grad – ich hab mich ein bisschen wie in den 60er Jahren gefühlt…

Sonst geht es bei mir grade in den Endspurt der 10. Klasse, wie wohl bei ziemlich vielen zur Zeit. Ich bin eigentlich ein ziemlich ehrgeiziger Mensch, aber so langsam bin ich an dem Punkt angekommen, an dem ich nicht mehr hinter allem den Sinn sehe es zu lernen. Weil ich gefühlt meine gesamte Zeit auf etwas verwende was ich dann in einer Arbeit abrufe und dann wieder vergesse. Deswegen setzte ich Prioritäten – manchmal mehr, manchmal weniger Gute – ihr kennt das.

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